grünepost.ch
Knausrigkeit bedroht den Botanischen Garten
Der BoGa erhält von der zuständigen Gemeinderätin Regula Rytz wenig Unterstützung. 200'000 Franken pro Jahr seien zuviel. An anderen Orten wird das Geld mit weniger Skrupel ausgegeben...
200'000 bis 250'000 Franken pro Jahr müsste die Stadt beitragen, um den BoGa langfristig zu sichern. Gerade zweimal 100'000 Franken "Überbrückungskredit" für die beiden kommenden Jahre hat der Gemeinderat bewilligt. Das ist zuviel zum Sterben und zu wenig zum Leben. Die Knausrigkeit könnte sich rächen: Im November bestimmt der Grosse Rat im Rahmen der Budgetdebatte über die Weiterexistenz des Gartens. Sollte bis dann auf dem Lande der Eindruck bestehen, die Stadt Bern sei am Garten gar nicht interessiert, könnte das Ende des Bogas in seiner heutigen Form beschlossen werden. Die Schauhäuser würden dann wohl der Uni zur gentech-orientierten Forschung überlassen - das mitten im bewohnten Gebiet!
"200'000 Franken sind viel Geld", sagt Regula Rytz. Stimmt. Aber es wir mit verschiedenen Masstäben gemessen. Für den an Wert mit dem BoGa nicht vergleichbaren Bären- und Sponsorenpark wurden sofort fast vier Millionen bewilligt, weil wegen Planungsfehlern das Geld ausging.
Wortlaut der dringlichen Interpellation und Antwort des Gemeinderates



