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Für weitere Unterstützung des Projektes einer autofreien und sozial durchmischten Siedlung im Oberfeld
GPB-DA bedauert Oberfeld-Entscheid des Berner Gemeinderates
Die Grüne Partei Bern – Demokratische Alternative GPB-DA bedauert den Entscheid des Berner Gemeinderates, das Oberfeld in Ostermundigen gesamthaft einer Ärztepensionskasse zu verkaufen. Damit wird das in der Abstimmungsbotschaft von 2007 abgegebene Versprechen, das Bauland „etappenweise an verschiedene Investoren und Investorinnen bzw. Bauträgerschaften“ zu verkaufen, gebrochen. Auch kann ein einziger, sogenannt „unproblematischer Investor“ die Realisierung der in Aussicht gestellten autofreien und sozial durchmischten Siedlung nicht garantieren. Die Stadtregierung hat sich wie ein privater Investor verhalten, der nur nach finanziellen Gesichtspunkten entscheidet.
Das Fait accompli des Gemeinderates verhindert zudem, dass der Stadtrat bei der Behandlung des dringlich erklärten Postulates von Regula Fischer (GPB-DA) seine Meinung rechtzeitig äussern kann, was einem Affront gegenüber dem Stadtparlament gleichkommt.
Die GPB-DA hofft trotz allem , dass es sich beim angekündigten Vermittlungsversuch des Stadtpräsidenten zwischen der neuen Landeigentümerschaft und der Wohnbaugenossenschaft Oberfeld (WBGO) nicht nur um ein Zückerchen zur Beruhigung der Gemüter handelt.
Dringliches Postulat Regula Fischer(GPB-DA) zur Planung Oberfeld: Für weitere Unterstützung des Projektes einer autofreien und sozial durchmischten Siedlung
In der Botschaft an die Stimmberechtigten vom 11. März 2007 ist folgendes zu lesen: „ Das auf dem Gebiet der Gemeinde Ostermundigen liegende Bauland der Stadt Bern soll ab 2007 etappenweise an verschiedene Investoren und Invesorinnen bzw. Bauträgerschaften verkauft werden. Nebst herkömmlichen Wohnungen kann auf einem Teil des Oberfeld-Areals auch eine so genannte autofreie Siedlung entstehen, indem pro 10 Wohnungen lediglich ein Parkplatz zur Verfügung steht“.
Das Projekt Oberfeld ist während seiner Realisierung offensichtlich mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert worden. Der rein kommerziell orientierte Investor „Allreal“, der sich für einen Teil des Oberfeldes interessierte, stieg letzten Sommer wegen ungenügender Rediteaussichten abrupt aus und brachte damit auch das Genossenschafts-Projekt in Schwierigkeiten. Zudem müssen autofreie und sozial durchmischte Siedlungen auch heute noch wegen ihres Pioniercharakters zusätzliche Leistungen erbringen.
Aufforderung GPB-DA an den Gemeinderat:
Eine autofreie Siedlung und die Privilegisierung einer Genossenschaft sollen in diesem Bauprojekt in Berücksichtigung der entstandenen ökonomischen Schwierigkeiten auch weiterhin gesichert bleiben Ein einziger, sogenannt „unproblematischer Investor“ kann die Realisierung der erwähnten und auch vom Stadtrat unterstützten Ziele nicht garantieren. Vielleicht geben mehrere Träger dem Gemeinderat tatsächlich auch mehr zu tun. Die GPB-DA erwartet vom Gemeinderat aber gerade hier kein Davonschleichen der Stadt. Bei der Verwirklichung eines nicht ganz unproblematischen Projektes sind vielmehr Kompetenz und politische Loyalität gefragt. Alles in Erinnerung früher gemachter Zusicherungen der zuständigen Gemeinderätin und des gesamten Gemeinderates.
Der Gemeinderat wird aufgefordert, die zitierten klaren Versprechungen in der Abstimmungsbotschaft einzuhalten und sich auch im Jahre 2009 für eine autofreie und sozial durchmischte Siedlung einzusetzen.
19. März 2009



