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Der Verein Paradisli zum Verwaltungsgerichtsurteil

Das Schönberg-Baugesuch geht in die nächste Runde

Der Einsprache Hayoz' beim Kantonalen Verwaltungsgericht wurde stattgegeben. Der Einwand des BVEs (Kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion), wonach das projektierte Bauvorhaben fürs Schönberg-Areal im Berner Obstbergquartier die maximal zulässige Nutzung überschreitet, wurde nicht bestätigt. Der Fall geht somit zurück ans BVE. Dieses muss nun weitere Einwände der Beschwerdeführerin (GPB-DA) prüfen.

Wir sind enttäuscht. Unseres Erachtens war ein solches Resultat jedoch absehbar. Leider wurden – aus unserer Sicht – wirklich relevante Einwände betreffend der Quartierentwicklung (im Zusammenhang mit dem Bau des Quartierteils „Schönberg-Ost") und insbesondere des Denkmalschutzes vom BVE bisher nicht berücksichtigt. Ob diese nun in einem zweiten Durchlauf noch geprüft werden, ist abzuwarten.

Unabhängig davon, ob die projektierte Überbauung jemals realisiert werden kann oder nicht, bleibt hier festzuhalten, dass der Verein Paradisli vor nun bald einem Jahr aus dem Bauernhaus gejagt wurde. Bis zu einem definitiven Bauentscheid, hätte dieses jedoch weiter für kulturelle Anlässe und alternativen Freizeitbetrieb genutzt werden können. Stattdessen steht es nun seit Mitte April 2008 leer, verlottert zusehends und wurde zwischenzeitlich von einem Sicherheitsdienst bewacht, was die Berner Steuerzahler bisher rund 180'000 CHF kostete. Der Verein hingegen ist nach wie vor obdachlos und auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Seitens der Stadt war von der versprochenen Unterstützung bei der Suche nach einem anderen Objekt für eine kulturelle Nutzung bisher nicht viel zu spüren.

Wir bleiben am Ball und hoffen immer noch, schlussendlich eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

23. Februar 2009